Jedes Land entwickelt Strategien, um Investitionen und ausländische Unternehmen anzulocken.
Dafür wird vom jeweiligen Staat viel Schmuck in das Schaufenster gestellt.
Die teuer bezahlten Akteure dieser Zurschaustellung begnügen sich nicht immer ihrer Rolle sondern wollen eine One-Man-Show bringen. Wie sagen es die Italiener so schön: „Io faccio tutto!“
Alles was vom Staat kommt, wird für bare Münze gehalten (obwohl zur Zeit....). Vielleicht ist es das, was uns die öffentlichen Angestellten sagen, wenn sie ganz ungeachtet ihrer fehlenden Kompetenzen erzählen, sie machen alles. Aber: Können sie es?

Der Staatsapparat hört spätestens um 15 Uhr auf zu existieren; das wissen wir.

Fremdsprachen für den europäischen Gebrauch können wir von einer Sekretärin im Staatsdienst erwarten. Soll sie aber viele Unternehmen unterstützen, so wird dies schier unmöglich sein. Um 14:55 Uhr stellt sie ihren Anrufbeantworter an.
Ihr Chef behauptet, mehrere Sprachen zu beherrschen, die er mit viel Aufwand und Wirbel den Besuchern vorführt. Niemand wagt es, ihm zu sagen, dass er bei seinem Vortrag kaum verständlich ist. So rutscht den Anwesenden schon nach einigen Sätzen der Kopf von der Hand.

Bei der Frage, ob es denn Dokumente in der Sprache des Partnerlandes gebe, kommt die lakonische Antwort „Können Sie in Englisch haben“. Oder: „Kein Geld“.

„Ja, wir haben eine Abteilung für Kommunikation“, sagt der Herr. Dort sind inzwischen schon die Lichter ausgegangen. Es ist 15 Uhr. Kommen Sie morgen wieder.

Jetzt haben Sie ja schon fast die Hoffnung aufgegeben, Personen zu finden, die Ihnen regelmäßig im Weg stehende Arbeit abnehmen. Auf dem Weg zu Ihrem Erfolg. Natürlich.

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