Wirklich ? Na ja, zumindest seit der Mensch in seinem Gehirn Neuronen entwickelt hat, die das Sprachzentrum bilden.

Leben entsteht nur da, wo Austausch ist.
Informationen huschen zwischen unseren Zellen herum. Manchmal kommen feige Verräter, die falsche Informationen verbreiten und Chaos in unserem Körper anrichten. Die kennen wir auch aus den Medien und der Politik.

Unsere Kommunikation, der Informationsaustausch, erfolgt zum Teil durch die Benutzung, den bewussten Einsatz bestimmter Worte und Wörter.

Als Kennedy bei seinem Deutschlandbesuch sagte, « Ich bin ein Berliner », traf er das Herz vieler Menschen. Es war eine sehr geschickte Marketing-Strategie, eine Verführung in vier Wörtern, die Worte wurden.

Wie wollen Sie Ihr Unternehmen dem hoffentlich zukünftigen Kunden zeigen? Was sagen Sie aus?

Spielen Sie mit der Kraft der Wörter, damit es Worte werden!

Sie kommen aus dem Register der Verführung, Betörung oder Angst, wenn wir an Gefühle appellieren.

Wollen wir die besonders seriöse Absicht unseres Unternehmens hervorheben, so können wir die Aussagekraft der objektiven und klaren Information bevorzugen.

Nicht nur Wörter Ihrer eigenen Sprache sind da wichtig sondern auch Fremdsprachen. Diese sind effektiv fremd für Sie, aber nicht für den Menschen, der sie als seine Muttersprache beherrscht. Dort landen Sie direkt im affektiven Bereich, der ja in der Werbung so wichtig ist. Die meisten Entscheidungen treffen wir im Affekt, selbst wenn wir das heftig bestreiten.
Auch der entsteht nur durch neuronale Vernetzung in einer bestimmten Region des Gehirns.

Dabei spielt unser Gedächtnis eine große Rolle. Wenn Sie plötzlich an schöne Dinge denken, die aus Ihrer Vergangenheit auftauchen, so haben Sie vielleicht gerade ein Parfum wahrgenommen, das Sie mit dem damaligen Ereignis oder einer Situation verbinden. Das benutzen Geschäftsinhaber zur Weihnachtszeit, indem sie künstlich Düfte unserer traditionellen Gewürzmischungen verbreiten.

Wörter haben eine eigene Kraft. Jeder empfindet sie so wie die Düfte der Gewürze: er liebt sie und wird sehnsüchtig, oder er wird traurig, weil die Erinnerungen schmerzhaft sind.

Wenn wir uns an einen Menschen wenden, weil wir etwas von ihm wollen und ihn in unserer eigenen Muttersprache ansprechen, die für ihn aber eine fremde ist, so haben wir gute Chancen, dass er uns nicht versteht.

Befinden wir uns in einer etwas stressigen Situation im Ausland, so sind wir ganz froh und erleichtert, wenn Menschen unsere Muttersprache beherrschen und uns helfen. Das ist Affekt.

Trotzdem erkennen wir bei vielen Unternehmen immer noch, dass diese nicht bereit sind, sich an ihre Kunden in der ihnen eigenen Sprache zu wenden.

Übersetzen Sie die Aussagen Ihres Unternehmens! Sonst werden Sie nicht verstanden.